Hilfe für die kleine Nina

Martin Strobel ist Hausmeister an der Schlossbergschule. „Die Kinder lieben ihren Hausi“, sagt die Rektorin. Schobels Enkelin Nina ist schwerbehindert. Die ganze Schule zeigt Mitgefühl und will helfen.

Dotternhausen/Rosenfeld. Schulleiterin Jeanette Rödler und ihr Kollegium lässt das schwere Schicksal der Familien Strobel und Leopold nicht unberührt. „Für uns war es klar, dass wir helfen wollen“, sagt Rödler. Denn aus den Erzählungen ihres Hausmeisters weiß sie, wie sehr sich das Leben der Eltern und Großeltern nach der Geburt von Nina am 17. Dezember 2008 verändert hat. Es sollte ein freudiger Tag im Leben der Eheleute Michael und Tanja Leopold aus Bickelsberg werden. Es gab jedoch Komplikationen bei der Geburt und ihr zweites Kind Nina kam mit schwersten Behinderungen zur Welt. Die Dreijährige kann nicht greifen, nicht sprechen, nicht sitzen und nicht richtig sehen. Das kleine Mädchen wird über eine Sonde ernährt. Der ZOLLERN-ALB-KURIER berichtete bereits über das Schicksal der Familie und unterstützt das Benefizkonzert, das ihr Vater Michael Leopold im November zugunsten behinderter Kinder veranstalten wird. Ein Teil dafür ist für Nina, denn zu der körperlichen Belastung kommen auch finanzielle Sorgen. Der Kampf mit den Krankenkassen über die Bewilligung von Therapien oder Hilfsmitteln ist zermürbend. Die Familie hofft auf eine Delfintherapie. Allein dafür fallen Kosten in Höhe von rund 15 000 Euro an, die die Kasse nicht übernimmt.

Hier soll die Hilfe der Schlossbergschule ganz konkret ansetzen.“Wir wollen uns für Nina einsetzen und in unserem sozialen Netzwerk Schule überlegen, wie wir Geld für die Familie sammeln können“, sagt die Rektorin, die bei diesem Vorhaben auch auf die Elternschaft und die Vereine, mit denen die Schule kooperiert, zählen kann. „Alle waren sofort dafür, die Ideen sprudeln“, betont Rödler.

So steht bereits die erste Aktion fest. Wenn am 24. März die Schule einen „Tag der Offenen Tür“ mit Ostermarkt, Bewirtung und Kinderflohmarkt veranstaltet, wird der gesamte Erlös den Grundstock für „Ninas Spendentopf“ bilden. Denn, eines ist klar, betont Rödler: „Wir wollen langfristig helfen, das gibt eine große Geschichte.“ Aus diesem Grund würde sich die Schulleiterin freuen, „wenn auch andere mitmachen und Nina helfen.“ Die Schule nimmt deshalb auch „fremde“ Spenden gerne an und gibt sie an die Familie weiter. „Wir wollen auch die umliegenden Firmen um Hilfe bitten“, sagt Rödler.

Die Lehrerin hat ihren Schülern erzählt, was die Schule vorhat. „Ich kann schon allein Muffins backen, die können wir dann verkaufen“, meint ein Mädchen und bot seine Mitarbeit an. Als Martin Strobel davon gehört hat, war er sehr berührt.

ZAK 17.02.2012 von Rosalinde Conzelmann

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