Jeder Mensch ist einzigartig

Buggys sind als Transportmittel im integrativen Kinderhaus „Neige“, einer Einrichtung der KBF, immer gefragt und Mangelware. Es gibt Kinder, die brauchen den Buggy als Einschlafhilfe. Die Nina-Leopold-Stiftung hat dem Kinderhaus mehrere der Kinderwägen gestiftet, darunter auch einen für behinderte Kinder, der zwischen Praktikantin Jana Bisinger und Kindergartenleiterin Ursel Class. Rechts die Erzieherin Cornelia Kießling Foto: Rosalinde Conzelmann.

Buggys sind als Transportmittel im integrativen Kinderhaus „Neige“, einer Einrichtung der KBF, immer gefragt und Mangelware. Es gibt Kinder, die brauchen den Buggy als Einschlafhilfe. Die Nina-Leopold-Stiftung hat dem Kinderhaus mehrere der Kinderwägen gestiftet, darunter auch einen für behinderte Kinder, der zwischen Praktikantin Jana Bisinger und Kindergartenleiterin Ursel Class. Rechts die Erzieherin Cornelia Kießling Foto: Rosalinde Conzelmann.

Die KBF betreibt 76 Einrichtungen an insgesamt 24 Standorten in drei Landkreisen

Am Mittwoch ist Nina Leopold sechs Jahre alt geworden. Es war ein schöner Geburtstag, denn dem schwerstbehinderten Mädchen geht es gerade gut. Das freut auch ihre Betreuer im Kinderhaus „Neige“.

Das integrative Kinderhaus „Neige“ ist eine der vielen Einrichtungen der KBF (Körperbehindertenförderung). Eine Stiftung, die sich als kompetenter sozialer Partner für ältere Menschen und für Menschen mit Handicap bezeichnet.

Was verbirgt sich hinter den drei Buchstaben? Die Stiftung KBF ist alleiniger Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH und der gemeinnützigen Betriebsträgergesellschaft, die alle Einrichtungen der KBF tragen. Die Stiftung wird durch Stiftungsvorstand und Stiftungsrat geleitet und von der Stiftungsversammlung in ihrer Arbeit unterstützt. Heute zählt die Stiftung fast 800 Mitglieder. Es gibt zwischenzeitlich an 24 Standorten in den drei Landkreisen Tübingen, Reutlingen und Zollernalb 76 Einrichtungen. Die KBF ist zudem Partner vieler Städte und Gemeinden und betreibt gemeinsam mit ihnen betreute Wohnanlagen für Menschen mit Behinderung und für alte Menschen.

Im Mittelpunkt der Konzeption steht das ganzheitliche Verständnis vom Menschen. „Achtung und Respekt vor der Würde und Einzigartigkeit jeder Person ist für uns Grundlage für jede Begegnung und Förderung. Jedem Menschen innerhalb unserer Einrichtung soll individuelle Akzeptanz und Förderung zuteil werden, die Körper, Seele und Geist als Einheit begreifen und innerhalb eines Lebenskreises das Bindende und Verstehende und menschlich Gemeinsame sucht“. Diese Zeilen stehen in der Konzeption. Ebenso ist dort festgeschrieben, dass die Einrichtungen nicht nur ein Platz für die Pflege, die Förderung und die Therapie sind, sondern auch der Lebensraum der betreuten Menschen.

Die KBF ist ein großer Arbeitgeber für die Region Neckar-Alb. In den 76 Einrichtungen arbeiten 1400 hauptamtliche Mitarbeiter und 400 Freiwillige im Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst. Insgesamt betreuen diese Menschen 3 500 Personen.

Die Nina-Leopold-Stiftung hat dem Kinderhaus „Neige“ und damit der KBF bereits mehrfach Gutes getan. Die Vogelnestschaukel im Garten, die beiden Galileo-Vibrationsgeräte und mehrere Buggys für behinderte und nicht behinderte Kinder wurden mit Stiftungsgeldern finanziert.

„Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagt KBF-Geschäftsführer und Stiftungsvorstand Thomas Seyfarth. Die KBF sei dankbar für jede Form der Unterstützung, denn die staatliche Unterstützung sei eng bemessen. Viele therapeutische Geräte oder auch besondere Veranstaltungen, wie Zirkusaufführungen oder Liedermacherauftritte für die Kinder, seien im Budget nicht enthalten. Das Engagement des Rosenfelder Unternehmers sei einmalig. „Wir sind froh und dankbar, dass es solche Menschen gibt“, sagt Thomas Seyfarth.

Vielfach seien es Eltern oder Einzelpersonen, die die Arbeit der KBF unterstützen. Ab und zu würden sie auch von Firmen mit Spenden bedacht. „Menschen mit Behinderung waren schon immer eine Randgruppe“, weiß Seyfarth aus seiner langjährigen Arbeit an der KBF-Spitze. Das sei ebenso Fakt wie die Tatsache, „dass wir auch künftig auf Unterstützung angewiesen sind“.

Quelle: ZOLLERN-ALB-KURIER von Rosalinde Conzelmann, 20.12.2014

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