Wolfgang Strobel geht voran

Der Unterstützerkreis für die Nina-Leopold-Stiftung wird immer größer. HBW-Profi Wolfgang Strobel (links) übernimmt ab sofort das Ehrenamt eines Botschafters der Stiftung. Gestern besuchte er im Beisein von Vater Michael Leopold die kleine Nina im Balinger Kinderhaus Neige, das von Ursel Class geleitet wird Foto: Klaus Irion.

Der Unterstützerkreis für die Nina-Leopold-Stiftung wird immer größer. HBW-Profi Wolfgang Strobel (links) übernimmt ab sofort das Ehrenamt eines Botschafters der Stiftung. Gestern besuchte er im Beisein von Vater Michael Leopold die kleine Nina im Balinger Kinderhaus Neige, das von Ursel Class geleitet wird. Foto: Klaus Irion.

HBW-Handballprofi wird Botschafter der Nina-Leopold-Stiftung

Ein Sportler, ein karitatives Ziel: Der Balinger Handballprofi Wolfgang Strobel wird sich als Botschafter der Nina-Leopold-Stiftung engagieren. Der Startschuss fällt beim morgigen Heimspiel des HBW.

Wolfgang Strobel ist das Rampenlicht gewohnt. Als Handballspieler des HBW Balingen-Weilstetten ist sein Lebensmittelpunkt neben seiner Familie natürlich der Sport. Künftig aber übernimmt der sympathische Spitzensportler eine weitere Aufgabe. Strobel wird Botschafter der Nina-Leopold-Stiftung, die der Vater der geistig und körperlich behinderten Nina, Michael Leopold aus Rosenfeld, ins Leben gerufen hat. Der offizielle Start ist morgen in der Pause des Handball-Bundesliga-Spiels Balingen gegen Wetzlar.

Kennengelernt haben sich Strobel und HBW-Fan Leopold bei der Benefizgala der Stiftung im Jahr 2012. Damals war ein handsigniertes Trikot des HBW-Spielers für den guten Zweck versteigert worden. Der Kontakt riss in der Folgezeit nicht ab. Und wird nun mit der Aufgabe des Stiftungsbotschafters intensiviert.

Der zweifache Familienvater ist „dankbar, dass ich meine beiden Jungs gesund und munter aufwachsen sehen darf“. Dass es auch ganz anders sein kann, hat er vor einiger Zeit erfahren. „Ich hatte eine enge Verbindung zu einem schwer kranken Jungen – ein totaler HBW-Fan –, der inzwischen verstorben ist.“ Auch eine Kooperation der Handballer mit der Bisinger Lebenshilfe habe bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Da war es für Strobel nun ein Leichtes, die Aufgabe eines Stiftungsbotschafters anzunehmen. „Es gibt doch für jeden von uns so viele Möglichkeiten, anderen Menschen im Alltag zu helfen.“ Er wolle durch seine Bekanntheit in der Region, den einen oder anderen weiteren Kanal für die Stiftung öffnen.

Ein bekanntes Gesicht in der Region, das ist genau das, wonach Michael Leopold gesucht hatte. „Schließlich ist das Ziel der Stiftung, Projekte in der Region zu unterstützen, nicht aber darüber hinaus.“ Im Durchschnitt fünf Hilfsanfragen pro Woche erhält Leopold. „Und das aus dem gesamten Bundesgebiet“, wie er berichtet. Überregionalität könne und wolle man aber nicht leisten, denn weit entfernte Projekte könnte man einfach nicht selbst unter die Lupe nehmen. Eine Unterstützung des physiotherapeutischen Bereichs im Kinderzentrum Maulbronn dagegen schon. Es ist das jüngste Projekt der Nina-Leopold-Stiftung. „Das ist ja das Besondere an der Nina-Leopold-Stiftung, dass die Unterstützer etwas Greifbares haben“, meint Botschafter Strobel.

Profitiert von der Stiftung hat jüngst auch wieder das Kinderhaus Neige in Balingen. Hier besucht Nina Leopold den integrativen Kindergarten der Körperbehindertenförderung Neckar Alb. Sehr zur Freude von Kinderhausleiterin Ursel Class konnte ein in den USA entwickeltes Therapiegerät angeschafft werden, das mittels Vibrationen Knochen und Muskeln behinderter Kinder stärkt. Für Wolfgang Strobel kein Neuland. Diese Art des Muskelaufbaus sei auch im Sport schon seit längerem im Einsatz.

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Ursel Class, Michael Leopold und Wolfgang Strobel im Gespräch. Foto: Klaus Irion

Der High-Tech-Apparat wird sicherlich nicht der letzte Therapiebaustein sein, von dem das Kinderhaus mittels der Nina-Leopold-Stiftung profitiert. Sie alle können dies forcieren durch Ihre Spende der ZAK-Weihnachtsaktion, die zu 100 Prozent der Nina-Leopold-Stiftung zugute kommt. Die Kontonummer entnehmen sie dem separaten Spendenartikel.

Geschrieben von: Klaus Irion, ZOLLERN-ALB-KURIER | 22.11.14

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